microserver:start

HP Microserver N36L

Meine neueste Errungenschaft ist ein HP-Microserver N36L. Dieser soll als Datei-, Mail- und Streamingserver dienen.

Hardware - Modifikationen

Speicher

Das eingebaute 1-GByte-Speichermodul wurde entfernt und durch 2 Module mit je 4 GByte (Transcend TS512MLK72V3N) ersetzt.

PCIe - Steckplätze

Der Microserver verfügt über einen x1 und einen x4 Steckplatz.
Der x1 Steckplatz ist durch den Fernverwaltungsadapter (615095-B21) belegt.
Der x4 Steckplatz ist durch eine TV-Karte belegt (TiVii S470).

Festplatten

Die eingebaute 250 GByte Festplatte wurde in den 5 1/4 Zoll Einbauplatz verlegt und wird nun am internen SATA-Port betrieben. Später wurden zwei weitere Platten mit je 3 TByte eingebaut. Siehe hier

Fernverwaltungsadapter

Netzwerkkonfiguration

Die Netzwerkkonfiguration des Fernverwaltungsadapters geschieht im BIOS-Setup unter dem Menüpunkt Advanced → IPMI Configuration → Set LAN Configuation

Login

Das Ansprechen der Karte geschieht mit einem Webbrowser per HTTP oder HTTPS. Der Login ist leider eine sehr hakelige Angelegenheit. Benutzt man den falschen Browser wird nach Eingabe von Usernamen und Passwort ohne weitere Fehlermeldung weiter die Login-Seite angezeigt.

Der Login mit dem Firefox-Browser funktioniert nur, wenn in dessen Einstellungen Javascript aktiviert ist und in der Javascript-Konfiguration alle Nerv-Einstellungen auf 'erlauben' stehen. Opera unter Linux funktioniert manchmal.

KVM

Um die KVM-Software ausführen zu können muss Java installiert sein. Das Fernsteuern Servers wird über den Menüpunkt vKVM & vMedia → Launch KVM-Viewer gestartet, nachdem man Virtual KVM Configuration → Enabled aktiviert hat. Es wird eine Java-Webstart-Software (*.jnlp) heruntergeladen, die man mit dem Java Web Start Launcher (javaws) ausführt. Leider funktionieren die Cursor-Tasten bei der Ausführung der KVM-Software unter Linux nicht. Das ganze funktioniert leider nur mit einer 32Bit Java Installation.

SATA

Um auf Port 4 (Externer Anschluß) und 5 (CD-Anschluß) AHCI zu aktivieren, sowie alle Ports hotplugfähig zu machen ist zuerst modifiziertes BIOS zu installieren, das diese Einstellungen ermöglicht.

1. Bios - Hack installieren

  1. Systems-ROMPaq-Firmware-Datei SP54344.exe laden.
  2. SP54344.exe starten. Den Installationsanweisungen folgen um den USB-Stick zu präparieren.
  3. Die modifizierte Datei o41072911mod.rar laden. Das Archiv entpacken und die Datei zu o41072911.rom umbenennen.
  4. Die Datei o41072911.rom auf dem USB-Stick durch die modifizierte Datei ersetzen.
  5. Den USB-Stick in einen beliebigen USB-Port des Microservers stecken.
  6. Den Microserver anschalten und warten bis der C:\>-Prompt erscheint.
  7. Den USB-Stick entfernen. Den Microserver neu starten und die F10-Taste drücken um in das BIOS zu gelangen.

2. BIOS-Einstellungen ausführen

Menü: MAIN Screen ⇒ Chipset Menu ⇒ Southbridge Configuration ⇒ SB SATA Configuration

  • OnChip SATA Channel [Enabled]
  • OnChip IDE Type [IDE oder Legacy IDE]
  • SATA IDE Combined Mode [Disabled]
  • SATA EPS on all PORT [Enabled]
  • SATA Power on all PORT [Enabled]

Link: HP ProLiant N40L MicroServer Build and BIOS Modification Revisited

Rechnerstart

ACPI-Energiesparmodi

Paket pm-utils installiert. Prüfung der unterstützen Energiesparmodi:

echo; for i in --suspend --hibernate --suspend-hybrid; do pm-is-supported $i && echo "$(echo $i | tr [:lower:] [:upper:] | tr -d -) is supported"; done; echo 

Ergebnis:

HIBERNATE is supported

Standby (Suspend to RAM, S3) wird von HP nicht unterstützt, mit der Begründung: „Server sollen laufen, nicht schlafen“

Kommando:

pm-hibernate

Wiedereinschalten mit Einschalttaster.

Vergleich zum Booten:

Herunterfahren [sek] Starten / Aufwecken [sek]
Boot 14 70
Hibernate 20 69

Messgenauigkeit: 3 sek.

Mit der derzeitigen Konfiguration lohnt sich Hibernate nicht. Und das obwohl einige Serverdienste gestartet werden (nfs, samba, apache, exim, ssh).

Links:

Wake on LAN

Mit der entsprechenden BIOS-Einstellung kann man durch ein Magic-Packet den Rechner einschalten.

/usr/sbin/etherwake <MAC-Adresse>
Wake on RTC

Man kann den HP-Microserver durch seine Rechneruhr einschalten oder Wecken lassen.

Die folgenden Befehle setzten die Weckzeit 4 Minuten in die Zukunft, wenn die Rechneruhr in UTC (koordinierter Weltzeit) betrieben wird.

echo 0 > /sys/class/rtc/rtc0/wakealarm
echo `date +%s` + 240|bc > /sys/class/rtc/rtc0/wakealarm

Der Befehl rtcwake funktioniert dagegen auch, wenn die Rechneruhr in lokaler Zeit betrieben wird.

rtcwake -m no -s 240
microserver/start.txt · Zuletzt geändert: 2014/09/13 19:12 (Externe Bearbeitung)

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